Vietnam mit Kindern

Vietnam ist ein interessantes und faszinierendes Land, das viele Touristen anlockt. Darunter finden sich auch immer mehr Familien mit Kindern. Wer Vietnam mit Kindern bereisen möchte, der muss natürlich sehr viele Dinge beachten, damit der Urlaub auch zu einem Erfolg wird. Die wichtigsten Punkte haben wir nachfolgend einmal genauer erläutert. So fällt Ihnen die Vorbereitung auf Ihren Urlaub nach Vietnam mit Kindern definitiv leichter und Sie können eine schöne Zeit in einem beeindruckenden Land genießen.

Die Planung der Reise auf die Kinder abstimmen

Mit Kinder in Vietnam reisenKinder sind feinfühlig und durchaus anspruchsvoll, wenn es um das Verreisen geht. Achten Sie bei der Reiseplanung darauf, dass die Bedürfnisse Ihres Nachwuchs bestmöglich beachtet werden. Nutzen Sie beispielsweise Nachtflüge so ist auch an schlafen zu denken. Vor Ort gibt es ebenfalls viele Faktoren, die das Wohlbefinden beeinflussen. Organisiseren Sie die Unterkunft vorab, damit Sie in Vietnam nicht lange suchen müssen. Sofern Sie nicht an einem Urlaubsort bleiben möchten, sondern eine Rundreise in Vietnam anstreben, organisieren Sie die einzelnen Stationen, Unterkünfte und Fahrten schon von Zuhause aus. So minimieren Sie den Stress vor Ort. Bestenfalls halten Sie es in Vietnam so, dass Sie sich wie die Einheimischen verhalten. Planen Sie Unternehmungen in den früheren Morgenstunden und gönnen Sie sich zur Mittagszeit eine Pause vor der Hitze.

Vietnam ist kinderlieb

Zwar blickt Vietnam auf eine kommunistische Vergangenheit zurück, doch die Rollenbilder sind sehr traditionell. Babys werden meistens bewundert und entsprechend behandelt. Wer Vietnam mit Kindern bereits, der muss sich darauf gefasst machen, dass die Einheimischen den Kontakt suchen. Es ist nicht unüblich, dass Sie Süßigkeiten geschenkt bekommen und Eltern mit Komplimenten bedacht werden. Je nach Alter ist es somit empfehlenswert, über die vielleicht etwas anderen Sitten zu sprechen. Fremde, die einfach auf das Kind zustürmen, es drücken und umarmen – das kann durchaus irritierend sein. Aber es hat auch Vorteile. Sie sollten die Gelegenheit nutzen. Während die Kellnerin im Restaurant ungeniert mit dem Nachwuchs schäkert, können Sie sich das Essen in aller Ruhe schmecken lassen. Wer in Vietnam mit Kindern unterwegs ist, der darf sich auf viel Freundlichkeit und Zuwendung gefasst machen.

Vietnam mit Kindern – Sicherheit

Vorsicht mit Kindern im StraßenvekehrVietnam ist durchaus eine sichere Reisegegend, doch im Straßenverkehr geht es chaotisch zu. Gerade hier müssen Eltern besonders auf den Nachwuchs achten. Halten Sie Ihren Nachwuchs beim Überqueren einer Straße immer an der Hand – auch ältere Kinder. Als Fußgänger hat man augenscheinlich kaum Rechte. Einbahnstraßen werden in beide Richtungen befahren und Fußwege dienen oft als Ausweichspur für Mopeds. Bei Spaziergängen durch Vietnam ist eine erhöhte Wachsamkeit also keineswegs übertrieben. Auch deswegen, weil immer viel los ist und man schnell den Überblick verliert.

In Vietnam ist das Moped ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Die Helmpflicht gilt in Vietnam jedoch nur für Erwachsene. Es gibt viele Moped-Verleiher, die deswegen keine Kinderhelme haben. Aus praktischen Gründen kann es sich lohnen, wenn Sie einen passenden Helm für Ihr Kind kaufen. Vor allen Dingen, wenn Sie das Moped öfter nutzen. Die meisten Taxis sind weder mit Kindersitz noch mit Sicherheitsgurten ausgestattet. Eltern sollten sich deswegen überlegen, ob dieses Transportmittel für einen Ausflug überhaupt geeignet ist.

Auf Buggy und Kinderwagen sollte in Vietnam bestenfalls verzichtet werden. Die Fußwege sind auch in den Städten sehr eng und überfüllt. Außerdem laufen Sie Gefahr, dass Einheimische einfach in den Kinderwagen fassen, um das Kind zu begrüßen.

Bemerkung: Der Straßenverkehr ist in den Großstädten sehr turbulent. Ein warten der Fahrzeuge bei Fußgängerüberwegen wird keineswegs so partizipiert wie in Europa. Bitte haben Sie eine stärkere Wachsamkeit beim Überqueren der Straßen. Es hilft auch, beim Überqueren keine hastigen Bewegungen zu machen oder schlagartig das Tempo zu verringern oder zu beschleunigen, denn so können die Fahrzeugfahrer Sie als Teilnehmer besser einschätzen. Grundlegend kann aber gesagt werden, dass der Verkehr übermäßig vorsichtig und vorrausschauend ist.

Mit Kindern in Vietnam übernachten

Auch mit mehreren Kindern genügt es vollkommen, sich ein einfaches Doppelzimmer zu nehmen. Die Betten sind in Vietnam in den meisten Fällen so breit, dass zwei Erwachsene sich ein Bett locker teilen können. Wahlweise schläft immer ein Erwachsener mit einem Kind in einem Bett. Mehr als zwei Betten sind somit auf keinen Fall nötig. Und das bedeutet wiederum, dass die Kosten überschaubar sind. Selbst ein gut ausgestattetes Hotelzimmer mit Klimaanlage kann für rund 25 bis 40 US-Dollar gebucht werden.

Essen und Trinken in Vietnam

Typische private Vietnamesische Küche mit BabyVietnamesisches Essen ist für Kleinkinder und Jugendliche ganz sicher gewöhnungsbedürftig. Doch es ist ratsam, direkt nach der Ankunft ein paar Gerichte zu probieren. Und zu hoffen, dass die Kinder ein Essen als lecker einstufen. Das erleichtert den Aufenthalt in Vietnam merklich. Wer in den Garküchen isst, der darf auf die Hilfsbereitschaft der Köche vertrauen. Bei Ausflügen sollten Sie sich aber nicht nur auf diese Freundlichkeit verlassen. Mit Kindern ist es niemals verkehrt, wenn Sie ein paar Kekse oder andere Kleinigkeiten dabei haben. Das überbrückt den kleinen Hunger und verhindert, dass sie zu quengeln anfangen. Es gibt auch Pizza und Pommes, doch die Preise sind relativ hoch und damit ist es fast schon unerschwinglich, seinen Kindern im Urlaub in Vietnam diese heimischen Spezialitäten zu kaufen.

Hygienegrundregeln für eine Rundreise mit Kindern

Während der Reise durch Vietnam müssen Sie sich an ein paar wichtige hygienische Regeln halten – gerade mit Kindern. Besonders vorsichtig sollten Sie beim Genuss von Leitungswasser sowie rohen Speisen sein. Hier lauern die Hauptinfektionsherde von Darminfektionen. Konsumieren Sie ausschließlich Lebensmittel, die entweder gekocht oder geschält werden können. Ungeschälte Früchte sind hingegen zu meiden. Das gilt auch für Salate, Eiswürfel und Speiseeis. Wasser müssen Sie immer in ausreichender Menge dabei haben, denn es ist extrem heiß in Vietnam. Konsumieren Sie nur abgefülltes Wasser und vermeiden Sie den Verzehr von Leitungswasser strikt.

Ein weiterer Punkt ist der Schutz vor Mücken. Die Stechmücken können nicht nur Malaria, sondern auch das Denguefieber übertragen. Andere Infektionskrankheiten kursieren ebenfalls in Vietnam. Achten Sie darauf, dass Sie und die Kinder immer einen guten Mückenschutz bei sich haben. Ob Creme oder Spray – bringen Sie das Mittel aus Deutschland mit und wenden Sie es regelmäßig an. Schlafen sollten Sie immer unter einem Moskitonetz. Und wenn möglich, dann bevorzugen Sie helle Kleidung, die schützt weitaus besser vor Mücken als dunkle Kleidung. Weitere Informationen zur Gesundheit und Impfempfehlungen können Sie hier lesen.

Baby-Artikel in Vietnam

Wer mit einem Baby durch Vietnam reist, der braucht natürlich gewisse Produkte des täglichen Lebens. Sowohl Windeln als auch Gläschen und Flaschenmilch gibt es eigentlich in jedem größeren Supermarkt. Anderswo sieht es hingegen schon etwas schlechter aus. Das liegt daran, dass solche Produkte für die Vietnamesen eher Luxus darstellen. Die meisten Babys werden so lange wie möglich gestillt und anschließend bekommen sie Reisbrei. Kinderwagen sind ebenfalls unbekannt, denn die Kinder werden einfach getragen, bis sie laufen können. Was es hingegen wirklich überall zu kaufen gibt, ist Milchpulver. Allerdings nur für jene, die es sich leisten können. Angesichts der vielen Skandale, die in den letzten Jahren aus dem benachbarten China herübergeschwappt sind, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie sich Ihr Milchpulver von Zuhause mitbringen.

Unternehmungen in Vietnam für die ganze Familie

Ein Spaß für die gesamte Familie und Kinder: ElefantenreitenVietnam hat für Familien einiges zu bieten. Die Unternehmungen sollten Sie in aller Ruhe planen – und darauf achten, dass die gesamte Familie auf ihre Kosten kommt. Tierische Erlebnisse sind für Groß und Klein gleichermaßen spannend und gehören in Vietnam ohnehin dazu. Die Schutzgebiete und Nationalparks des Landes lassen sich auf vielfältige Weise erkunden. Wanderungen, ein Ritt auf dem Elefanten, eine Fahrt mit dem Kajak oder dem Boot – es gibt viele Freizeitangebote. Mit ein bisschen Glück können Sie die tierischen Bewohner des Landes auskundschaften. In den Baumkronen leben beispielsweise viele Primatenarten, die sich hin und wieder zeigen.

Wer möchte, der kann in der Nähe von „Siem Reap“ ein Urwaldprogramm genießen, das mit größeren Kindern richtig viel Spaß macht. In den Wipfeln des Regenwaldes finden sich Brücken, Gleitfluganlagen und Plattformen, die Sie bezwingen müssen. Es muss aber nicht jeden Tag ein spannendes Ereignis eingeplant werden. Entspannung ist ebenfalls hin und wieder angebracht. Nehmen Sie sich die Zeit und planen Sie einen Aufenthalt an den schönen Stränden des Landes ein. Während der Nachwuchs im Meer planscht oder eine Sandburg baut, können Sie die Sonne genießen und die Seele baumeln lassen. Bei der Gestaltung der Freizeit achten Familien mit Kindern auf einen ausgewogenen Mix aus Unternehmung, Sightseeing und Entspannung. So kommen alle Familienmitglieder auf ihre Kosten und der Urlaub in Vietnam wird zum unvergesslichen Familienerlebnis.

Medizinische Versorgung in Vietnam

Die medizinische Versorgung ist in den großen Städten Hanoi und Ho Chi Minh City in Ordnung. Es gibt mehrere Organisationen, die sich um Behandlungen auf internationalem Niveau kümmern. Es sollte keine große Herausforderung darstellen, einen Arzt zu finden, der zumindest in englischer Sprache mit Ihnen kommunizieren kann. Außerhalb dieser Orte ist eine internationale Betreuung hingegen schon wesentlich schwerer zu finden. Im Notfall wenden Sie sich an das Hotel und lassen Sie sich von dem Personal weiterhelfen. Die Angestellten wissen, wo Sie einen kompetenten Arzt finden. Bedenken Sie, dass Sie Behandlungen immer im Anschluss (bar oder Kreditkarte) bezahlen müssen. Die Rechnung sollten Sie mit nach Hause nehmen, denn wenn Sie diese bei der Krankenkasse einreichen, kann es sein, dass diese die Kosten übernimmt. Wenn es die Krankenkasse nicht tut, dann aber in den meisten Fällen die Auslandskrankenversicherung, auf die Sie bei einer Familienreise natürlich nicht verzichten sollten.

Bitte bedenken Sie: Sicherheit geht vor! Mit unserer fachkundigen Beratung sind Sie auf der sicheren Seite.