Vietnams beste Reisezeiten im Detail

Eine Reiseplanung nach Vietnam bedarf vieler Überlegungen und Entscheidungen. Die beste Reisezeit für Vietnam lässt sich allerdings nicht pauschal benennen. Positiv ist, dass Vietnam im Grunde ganzjährig ein tolles Urlaubsziel darstellt. Vietnam wird grob in drei Klimazonen unterteilt. In Nord-, Zentral- und Südvietnam. Das Land ist mit 1.650 km und einer starken Nord-Süd-Ausdehnung eher schmal und lang gezogen. Die unterschiedlichen Klimazonen spielen also eine entscheidende Rolle, wenn es an die Reiseplanung geht.

Vietnams beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Vietnam

Zur welcher Zeit die Reise nach Vietnam besonders empfehlenswert ist, hängt von einigen Faktoren ab. Generell lässt sich festhalten, dass Vietnam durchweg mit einem tropischen Klima gesegnet ist, das eine Jahresdurchschnittstemperatur von 27 °C zur Folge hat. Die ideale Jahreszeit für Vietnam ist laut vielen Reiseführern zwischen Dezember und Mai. Allerdings muss konkretisiert werden, ob die Reise nach Nord-, Süd- oder Zentralvietnam gehen soll. Im Hinblick auf das Klima sind die Unterschiede von Region zu Region teilweise enorm.

Neben der Region sollte auch auf weitere Punkte geachtet werden – beispielsweise die Ferienzeit der Vietnamesen. Um eine gute Jahreszeit aussuchen zu können, ist das ein Baustein, den man nicht außer Acht lassen darf. Das wichtigste Fest des Jahres ist „Tet“ – das vietnamesische Neujahrsfest. Nach dem Mondkalender wird dieses Fest meistens im Januar oder Februar gefeiert. Während der Tet-Ferien sind viele Geschäfte und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Dazu kommt, dass viele Vietnamesen sich auf die Reise zu Familienfesten machen und die Straßen nicht selten völlig überfüllt sind.

Die drei Klimazonen in Vietnam

Ob Südvietnam, Zentralvietnam oder Nordvietnam – jede Region des Landes hat einen besonderen Charme. Zwar kann Vietnam durchgängig bereits werden, es gibt aber Reisezeiten, die sich besonders gut anbieten. Wobei es an dieser Stelle auf die persönlichen Vorlieben ankommt. Besonders sollten die Ferienorte während der Regenzeit gemieden werden, da die heftigen Niederschläge und die hohe Luftfeuchtigkeit für einen Urlaub weniger zuträglich sind.

Südvietnam

Der Süden von Vietnam wird vorwiegend von einem tropischen Klima geprägt. Es ist das ganze Jahr über sehr warm und die Temperaturen bewegen sich zwischen 30 bis 35 °C. Im Süden herrschen drei Jahreszeiten. Die warme und eher trockene Zeit dauert von November bis Januar an. Es gibt viel Sonnenschein und der trockene Nordostmonsun ist aktiv. Tagsüber bewegen sich die Temperaturen bei durchschnittlich 28 bis 30 °C – in der Nacht kühlt es auf bis zu 20 °C ab. Die heiße Jahreszeit dauert im Süden von Februar bis Mai und sorgt für Werte um die 35 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt merklich an.

Natürlich gibt es auch eine Regenzeit, die von Juni bis Oktober andauert. Der Südostmonsun bestimmt das Wetter und das heißt, dass es feucht und heiß wird. Es fällt sehr viel Regen, besonders sind es die nachmittäglichen Wolkenbrüche, die heftig ausfallen. Selbst nachts bewegen sich die Temperaturen zwischen 21 bis 24 °C – bei einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Klimatabelle für Südvietnam Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt)

Klimatabelle für Südvietnam (Ho-Chi-Minh-Stadt)

Zentralvietnam

Unter anderem liegt das beliebte Küstenstädtchen Da Nang in Zentralvietnam. Aber auch der sehr gefragte Ferienort Hoi An. Das tropisch-wechselfeuchte Klima zeichnet Zentralvietnam aus. Der beste Zeitraum für Zentralvietnam ist definitiv zwischen Februar bis Mai. Tagsüber sind die Temperaturen für europäische Verhältnisse sehr angenehm und bewegen sich konstant bei 24 bis 28 °C. Im Juni klettert das Thermometer dann schon wesentlich öfter auf 30 °C. Von Oktober bis November oder sogar Anfang Dezember herrscht in Zentralvietnam Regenzeit. Gerade im November haben Taifuns Hochsaison, dann gibt es oft Erdrutsche und Überschwemmungen, weshalb diese Jahreszeit für Touristen weniger geeignet ist.

Klimatabelle für Zenralvietnam (Da Nang)

Klimatabelle für Zenralvietnam (Da Nang)

Nordvietnam

Rund um Hanoi und die Halon-Bucht wird der Norden von einem subtropischen Klima mit vier Jahreszeiten beherrscht. Der vietnamesische Winter dauert von November / Dezember bis in den April an und gerade in Nordvietnam kann es durchaus kühl werden. Rund um Tet gibt es Kälteperioden, die Temperaturen von unter 10 °C zur Folge haben. Bei der hohen Luftfeuchtigkeit fühlt sich das schon kalt an. Zu dieser Zeit ist Regen nicht selten – und es wird auch neblig. Alle paar Jahre gibt es ganz im Norden – in der Sapa Region – sogar Schnee. Ein guter Zeitpunkt für die Region Nordvietnam ist der Frühling. Zu dieser Zeit sind hier kaum Touristen unterwegs – obwohl die Temperaturen schon recht angenehm und mild sind.

Der Sommer ist gerade zwischen Juli und August richtig heiß – mit Werten von rund 35 Grad. Der Herbst dauert von September bis November an und gilt unter den Ausländern als schönste Zeit. Die Temperaturen sind sommerlich zwischen 20 bis 30 °C. In der Nacht gibt es eine kleine Abkühlung. Der Herbst ist für den Norden Vietnams eine sehr gute Saison, da für europäische Verhältnisse das Wetter kaum besser sein könnte.

Klimatabelle für Nordvietnam (Hanoi)

Klimatabelle für Nordvietnam (Hanoi)

Monsune in Vietnam

Das Klima in Vietnam wird zu großen Teilen von tropischen Monsunen bestimmt. Zwischen Mai bis September beeinflusst der Südostmonsun das hiesige Klima. Dieser beschert beinahe dem ganzen Land sehr heftige aber dafür kurze Regenschauer. Zu dieser Zeit steigen die Temperaturen in Vietnam an – und es ist schwül. Zwischen Oktober bis März wechseln sich der Nordostmonsun und der Wintermonsun ab. Kühlere und nasskalte Temperaturen dominieren im Norden, wohingegen der Süden noch trocken und warm ist. Von August bis Oktober kann es auch immer wieder Zyklone und Taifune geben, die sich ganz besonders in der Mitte und im Norden von Vietnam bemerkbar machen.

Jährlich bewegen sich die Regenmengen in Vietnam zwischen 750 und 3.500 mm. Das trockenste Gebiet in Vietnam ist in Südvietnam zu finden. Direkt an der Küste zum Südchinesischen Meer. Das feuchteste Gebiet ist an der Grenze zu Laotischen Reich gelegen.

Die beste Reisezeit und Reisemonate für Vietnam im Detail:

Nordvietnam:
September bis Dezember – trocken, mild und die Hauptsaison
März bis Juni – wenige Regentage, angenehmes Klima und wenige Touristen

Zentralvietnam:
September bis November – angenehme Temperaturen, kleine Abkühlung in der Nacht

Südvietnam:
Mai bis Oktober – angenehmes Klima, wenige Touristen
November bis April – Trockenzeit, angenehme Temperaturen

Die besten Reisezeiten muss somit jeder Tourist für sich selbst bestimmen. Es kommt darauf an, welche Region Sie gerne besuchen möchten und welche Wunschvorstellungen Sie haben. Persönliche Präferenzen sind ausschlaggebend, damit Sie einen unvergesslichen und angenehmen Urlaub in Vietnam verbringen, den Sie nicht mehr vergessen.

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